Babysachen waschen

Babysachen  waschen – Vorsicht Chemie!

 

waschmittel baby

 

Die Vorfreude auf den Nachwuchs ist groß und endlich ist er da. Schnell stapeln sich Berge von Babywäsche. Jedoch viele – gerade junge Mütter – sind ein wenig verunsichert, wenn es um die Wäsche der Babysachen geht. Denn die Haut von Babys ist besonders dünn und empfindlich, so dass chemische Stoffe aufgenommen werden können und es zudem zu Allergien kommen kann.  Darum sollte man bei der Pflege der Babykleidung einige Dinge beachten.

Immer erst waschen, dann tragen

Vor dem ersten Tragen müssen die Kleidungs- und Wäschestücke gut ausgewaschen werden, denn

auch Babykleidung ist, je nach Herkunftsland,  mit vielen Schadstoffen belastet. So werden in den Kleidungsstücken regelmäßig  Farmaldehyde, Pestizide, BiozideFlammschutzmittel und sogar Schwermetalle nachgewiesen. Ich persönlich finde ja, dass man  meist schon beim Kauf diese Chemie riecht. Viele Erwachsene reagieren auf diese Chemiekeulen, somit ist es nur logisch, dass die empfindliche Babyhaut keinen Schutz gegen diese Chemikalien hat und diese Schadstoffe über die Haut aufnimmt. Aus diesem Grund sollte Babykleidung vor dem ersten Tragen immer 1 – 2 Mal bei 40° mit einem milden Waschmittel gewaschen werden.

Es ist reine Geschmackssache ob man flüssiges Waschmittel oder Waschpulver verwendet

Flüssiges Waschmittel wird jedoch besser ausgespült als Waschpulver. Darum empfehle ich bei Babykleidung ein Flüssigwaschmittel. Viele Hersteller bieten extra milde Waschmittel ohne Duftstoffe und Phosphate an. Diese werden seit Kurzem als spezielle Waschmittel für Babysachen im Handel angeboten. Spezielles Waschmittel für Babysachen gibt es sowohl als flüssiges Waschmittel als auch als Waschpulver. Auf diese Waschmittel reagiert die Haut weniger allergisch, als auf normale Waschmittel. Für die normale Wäsche von Babykleidung reicht übrigens eine Waschtemperatur von 30° aus.

Eine Extrawäsche ist nicht unbedingt nötig

Die Babysachen können mit den Kleidungsstücken der anderen Familienmitglieder zusammen gewaschen werden, sofern es sich nicht um Arbeitskleidung oder stark verschmutzte Kleidung handelt. Es muss auch nicht unbedingt ein extra sensitiv Waschmittel benutzt werden. Allerdings löst ein solch mildes Waschmittel weniger Allergien aus. Wer jedoch eine Waschmaschine nur mit Babysachen voll bekommt, sollte die Babykleidung immer separat waschen.

Einige Eltern schwören auf wasch- und wiederverwendbare Stoffwindeln. Diese müssen immer getrennt von den anderen Babysachen und bei mindestens 60° – eher sogar im Kochwaschgang  gewaschen werden.  Auch Bettwäsche zusammen mit Spucktüchern sollte man extra bei mindestens 60° waschen. Aber hier keine Putzlappen oder dergleichen mit in die Waschmaschine geben.

Kann man  Hygiene- und Weichspüler verwenden?

Prinzipiell muss für Babykleidung kein Hygienespüler verwendet werden. Bei der Wäsche von Schmusedecken oder Teddys, die immer wieder aus dem Kinderwagen fallen oder hinter sich hergezogen werden, kann man je nachdem zum Spülgang einen Hygienespüler verwenden. Bei normaler Babykleidung ist dies nicht notwendig. Man muss sich auch immer bewusst darüber sein, dass ein Hygienespüler ebenfalls Chemikalien enthält, die Allergien auslösen können.

Viele Erwachsene reagieren allergisch auf Weichspüler. So ist es bei vielen Babys auch. Wenn man auf Weichspüler nicht verzichten möchte, sollte man einen besonders milden Weichspüler verwenden. Auch hier bieten viele Hersteller besonders „sensitive“ Produkte an. Diese sind frei von Parabenen, Duft- und Konservierungsstoffen. Wer einen Wäschetrockner besitzt kann auf Weichspüler getrost verzichten, da die Sachen durch den Trockengang schön weich werden. Alternativ kann man zum Spülgang aber auch ein wenig Zitronensaft geben. Vom vielgelobten Essig rate ich eher ab, da durch die ständige Zugabe von Essig Teile der Waschmaschine angegriffen werden.

Flecken vor dem Waschen extra behandeln

Brei, Milch, Obst und Gemüse hinterlassen oft üble Flecken auf der süßen kleinen Babykleidung. Auch hier sollte man den Flecken den Kampf nicht mit Chemiekeulen ansagen. Vor dem Waschen einfach den einen oder anderen Fleck mit flüssiger Gallseife oder Zitronensäure behandeln. Damit bekommt man die meisten Flecken schonend entfernt. Dazu einfach Gallseife oder Zitronensäure auf den jeweiligen Fleck geben – nicht einreiben, damit der Fleck nicht in die Faser gerieben wird – und dann das Kleidungsstück zur Wäsche in die Maschine geben. Die meisten Flecken lösen sich bei 40°. Sollte ein Fleck hartnäckiger sein, kann man die Sachen mit zur 60°-Wäsche geben. Aber hierbei unbedingt die Angabe der maximalen Waschtemperatur auf dem Pflegeetikett beachten.

 Kurz und knapp zusammengefasst:

– Babysachen vor der ersten Verwendung immer waschen um die Schadstoffe, die durch die Produktion und den Transport an der Kleidung haften, zu entfernen.

– Beim Waschen von Babykleidung  reicht eine Waschtemperatur von 30°/40° aus.

– Spucktücher und Bettwäsche separat bei mindestens 60° waschen. Bei Stoffwindeln eine Kochwäsche machen.

– Hygiene- und Weichspüler nur sehr sparsam und speziell oder gar nicht verwenden.

– Zum Entfernen von Flecken Gallseife oder Zitronensäure verwenden. Auf chemische Fleckenentferner verzichten!

– Flüssiges Waschmittel löst sich besser aus der Faser als Waschpulver. Bevorzugt „sensitive“ Waschmittel verwenden.

Auch beim Waschen der Bekleidung, Bettwäsche und Spielsachen von Kleinkindern sollte man auf Chemie verzichten. Und selbstverständlich sollten die Kleidungsstücke aller Kinder, aber auch die der Erwachsenen, vor dem ersten Tragen unbedingt gewaschen werden.

Gibt es noch den einen oder anderen Tipp zum Thema Babysachen waschen? Über weitere Anregungen und Tipps würde ich mich sehr freuen? Bei eventuellen Fragen, schreibt mir einfach.

Foto: Petra Brandenburger
Beitrag: Petra Brandenburger

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