Daunenjacken waschen – aber wie?

 

So wäscht man Daunenjacken und Daunenmäntel

 

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Daunenjacken waschen oder in die Reinigung geben?

Auch Daunenjacken, -Westen und -Mäntel müssen hier und da mal gewaschen werden. Aber viele fragen sich ob man Daunen überhaupt waschen kann. Und wenn ja, was muss man dabei beachten?

Ihr müsst eure Daunenjacken, -Mäntel oder -Westen nicht unbedingt in die Reinigung geben. Daunen können in der Waschmaschine gewaschen werden, wenn man ein paar Details beachtet. Hier meine Waschanleitung mit Tipps für euch:

Daunen nur waschen, wenn man über einen Trockner verfügen kann

Daunenjacken solltet ihr nur waschen, wenn ihr die Möglichkeit habt, die Jacke in einem Wäschetrockner zu trocknen. Denn Daunen sollten nach dem Waschen unbedingt in einem Trockner getrocknet werden. Ansonsten trocknen die Daunen zu langsam und es kann sich Schimmel bilden. Zudem verliert die Daunenfüllung an Bauschkraft und verklumpt.

Wer keinen Trockner zu Verfügung hat, sollte die Jacke oder den Mantel besser in die Reinigung geben.

Daunen nur waschen, wenn es unbedingt nötig ist

Bei jedem Waschen verklumpen die Daunen und der Daunenfüllung wird Fett entzogen, dadurch verlieren die Daunen ihre Elastizität und sind nicht mehr so bauschig. Darum nur waschen, wenn es unbedingt nötig ist.

Daunenjacken oder -Mäntel nur waschen, wenn eine ausreichend große Maschine zur Verfügung steht

Daunenjacken und Daunenmäntel sollten gut in die Maschine passen und nicht zu sehr zusammengedrückt werden, damit die Daunen nicht brechen und sich gut bewegen können. Wer keine große Waschmaschine besitzt, kann in solch einem Fall ja mal einen  Waschsalon nutzen. Diese verfügen in der Regel über größere Waschmaschinen. Gewaschen wird bei maximal 40° im Wollwaschprogramm oder alternativ im Feinwäscheprogramm, falls die Maschine kein spezielles Wollwaschprogramm anbietet.

Daunen immer gut spülen

Wenn die Waschmaschine die Möglichkeit einer „Wasser-Plus-Taste“ (erhöhter Wasserstand) bietet, dann diese Funktion wählen, damit das Kleidungsstück gut gespült wird. Im Wollwaschgang wird  übrigens mehrfach gespült, somit werden hier die Waschmittelreste ganz gut entfernt.

Jacke oder Mantel vor dem Waschen behandeln

Vor dem Waschen unbedingt prüfen, ob die Jacke irgendwo ein Loch oder einen Riss hat. Wenn ja, dann diese Schäden erst ausbessern. Ansonsten lauft ihr Gefahr, dass das Kleidungsstück an Füllung verliert. Im schlimmsten Fall kann es durch die ausgetretenen Daunen zu Schäden an der Waschmaschine kommen.

Stark verschmutzte Ärmelbündchen und Kragen mit flüssigem Woll- oder Daunenwaschmittel vorbehandeln. Hierzu einfach ein wenig von dem Waschmittel direkt auf die Flecken geben, bevor ihr die Jacke in die Maschine steckt.

Alle Reißverschlüsse schließen, Fellteile abnehmen (sie sind meist geknöpft oder mittels Reißverschluss an den Kapuzen befestigt) und Kordeln durch leichtes Knoten oder mittels Schleife schützen, damit sie sich beim Waschen nicht „ausfädeln“.

Daunenjacken  immer mit einem enzymfreien und gut auswaschbaren Wollwaschmittel oder mit einem speziellen Daunenwaschmittel waschen. Das Waschmittel genau nach Anleitung auf der Verpackung dosieren, damit es nicht zu einer Über- oder Unterdosierung kommt. Somit läuft man nicht Gefahr, dass Schmutz- oder Waschmittelreste in der Füllung zurück bleiben.

Daunen mögen keinen Weichspüler

Auf keinen Fall Weichspüler verwenden. Dieser überzieht die Daunen mit einem Film, so dass sie verkleben und dadurch ihre Bauschkraft verlieren.

Daunen müssen gut geschleudert werden

Daunen halten eine Schleuderzahl von 1200 U/Min. aus. Daunenjacken und -Mäntel müssen immer gut geschleudert werden (am Besten nach dem Waschen noch einen zusätzlichen Schleudergang wählen), da sich der Mantel oder die Jacke  stark mit Wasser aufsaugt.

Wichtig! Immer gut trocknen.

Nach dem Waschen das Kleidungsstück im Wäschetrockner trocknen. Hier müsst ihr das Zeitschaltprogramm wählen. Ich  stelle maximal 30 Minuten ein. Nach den ersten 30 Minuten die Jacke kurz aus dem Trockner nehmen und aufschütteln. Dann – je nachdem, wie feucht die Jacke noch ist – weitere 30 Minuten trocknen.

Im Sensorprogramm schaltet der Trockner leider ab, sobald die Oberfläche der Jacke trocken ist. Die Daunen sind dann aber meist noch nass und würden verklumpen. Wer nur mit dem Sensorprogramm trocknen kann, gibt  einfach ein feuchtes Handtuch mit in den Trockner.

Zusätzlich werden Bälle mit in den Trockner gegeben. Ich habe Trocknerbälle. Wer keine speziellen Trocknerbälle hat, kann frische, saubere Tennisbälle mit in den Trockner geben. Die Bälle lockern die Wäsche beim Trocknen auf und sorgen dafür, dass die Daunen sich gut bewegen und trocknen können.

Nach dem Trocknen die Jacke oder den Mantel aus dem Trockner nehmen, gut aufschütteln und noch mindestens 1 Tag auf einen Bügel hängen.

Imprägnierung

Nach dem Waschen ist eine eventuelle Imprägnierung der Jacke weg. Das sollte man prüfen und das Kleidungsstück ggf. imprägnieren. Gerade bei Snowboard- oder Skijacken ist das wichtig. Im Drogeriemarkt gibt es übrigens spezielle Imprägnierungen, die man bereits beim Waschen mitverwenden kann.

Wenn die Jacke oder der Mantel nach dem Waschen schlecht riecht oder gar stinkt, liegt das häufig an der Qualität der Füllung. Dann wurden eventuell schlecht aufbereitete oder recycelte Daunen verwendet. Gute Daunen riechen nicht! Eventueller Geruch kann aber auch ein Anzeichen dafür sein, dass die Füllung noch nicht richtig getrocknet ist.

Mein Tipp:

Für alle, die Weichspüler wegen dem Duft zur Wäsche geben, gibt es im Handel das Produkt Wäscheduft . Dieser Wäscheduft wird einfach anstelle des Weichspülers zur Wäsche gegeben. So riecht die Jacke nach dem Waschen herrlich frisch.

Foto: Kuttelvaserova Stuchelova/shutterstock

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