Waschanleitung für Waschanfänger

Waschanleitung für Anfänger, denn es gibt immer ein „erstes Mal“
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Als Waschanfänger braucht man eine Waschanleitung. Wie in allen Lebenslagen gibt es auch „ein erstes Mal“ beim Waschen. Da ist man endlich allein, aber wer macht jetzt die Wäsche?

Und schon steht die Frage im Raum, was man dabei alles beachten muss. Mit dieser Waschanleitung erhältst ein paar Tipps für deinen ersten Waschgang:

  • Gut vorbereiten, damit keine „Katastrophen“ entstehen

Zuerst werden alle Taschen gecheckt. Es ist eine riesige Sauerei wenn Tempotaschentücher oder Zigaretten mitgewaschen werden. Auch Handys und Lippenstifte durften schon ihre Bekanntschaft mit der Waschmaschine machen. Also alles aus den Taschen raus nehmen! Dann die Reißverschlüsse an Hosen, Pullis und Jacken schließen, damit diese die andere Wäsche nicht beschädigen können. Die bunte Wäsche nun „auf Links drehen“.

Wenn man Bettwäsche wäscht, dann immer die einzelnen Teile zuknöpfen oder den Reisverschluss schließen. Ansonsten läuft man Gefahr, dass sich die Teile ineinander verknoten und man sie nur schwere aus der Maschine bekommt. Es ist auch nicht ideal fürs Waschergebnis, wenn der eine Bettbezug in den anderen geschlüpft ist.

  • Die Wäsche immer vor dem Waschen sortieren

Zunächst wird die Wäsche sortiert. Das Pflegeetikett zeigt anhand von Waschsymbolen, ob die Sachen mit der Waschmaschine (allgemein) gewaschen werden, nicht gewaschen – und somit in die Reinigung gehören – oder von Hand im gewaschen werden dürfen.

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Die Angabe der Temperatur gibt immer die Waschtemperatur an, die maximal angewendet werden darf. Diese kann auch über 30°C, z.B. 40°C oder 60°C betragen.

Zum Beispiel: Waschen bei maximal 30°C

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Dann sortiert man die bunte Wäsche von der weißen Wäsche aus. Weiße Sachen nie mit den bunten Sachen zusammen waschen um Verfärbungen oder Grauschleier zu vermeiden.

Die bunte Wäsche unterteilt man nach Farbgruppen in dunkle und helle Farben. Die neuen Colorwaschmittel vermeiden zwar meist ein gegenseitiges Verfärben, aber gerade bei neueren Wäscheteilen kann es noch zu starkem Farbaustritt kommen. Wer lange etwas von seinen schönen hell leuchtenden Kleidungsstücken haben möchte, sollte diese somit nie mit dunklen Farben waschen.

Wer vorher gut sortiert, hat später weniger Arbeit!

  • Waschen 

Beim Befüllen der Maschine darauf achten, dass die Wäsche locker in der Waschmaschine liegt. Die Maschine nicht „vollstopfen“. Es sollte immer eine Handbreit Luft oben in der Wäschetrommel sein. Wenn die Waschmaschine zu voll ist, kann die Wäsche nicht richtig bewegt und umspült werden und wird somit nicht sauber gewaschen.

Für unterschiedliche Materialien wählt man unterschiedliche Waschmittel und Waschtemperaturen

In der Regel wird normal verschmutze Wäsche bei 30° sauber. Für die Buntwäsche empfehle ich das Bunt- oder Feinwäsche-Programm, da meist auch feinere Sachen dabei sind und diese nicht so stark geschleudert werden sollten. Auch Hemden und Blusen sollten nicht zu stark geschleudert werden. Das spart viel Arbeit beim Bügeln.

Die farbigen Sachen immer mit einem Colorwaschmittel waschen. Wenn vorhanden, dann mit einem flüssigen Waschmittel.

Die weiße Wäsche kann man ebenfalls bereits bei 30° oder 40° waschen. Wenn keine Synthetik/Polyesterteile (z.B. BH’s, Slips, Sportklamotten, Blusen) dabei sind und die Wäsche stärker verschmutzt ist, dann auch bei 60°. Ansonsten muss man die Synthetik/Polyesterteile von den Baumwollteilen trennen und einzeln waschen. Es wird das Koch-/Buntwäsche- oder das Mixwäsche-Programm gewählt. Die weißen Sachen mit einem Vollwaschmittel und nach Möglichkeit mit Pulver waschen.

Bei beiden Wäschen ist die Dosierung des Waschmittels zu beachten. Die Dosieranleitung steht auf der Rückseite der jeweiligen Waschmittelverpackung. Diese ist in der Regel nach Verschmutzungsgrad und dem Härtegrad des Wassers angegeben. Generell gilt:

  • Leichte Verschmutzung = wenig getragen, verschwitzt und ohne Flecken
  • Mittlere Verschmutzung = sichtbarer Schmutz, vereinzelt Flecken
  • Starke Verschmutzung = stark verschmutzt, Fettschmutz, deutliche Flecken

Bei halber Waschmaschinenbeladung vermindert man die Dosierung um ein Drittel.

Den Härtegrad des Wassers kann man z.B. über das Internet auf der Homepage des Wasserversorgers oder bei diesem telefonisch erfragen. Allerdings kennen die Wenigsten den Härtegrad ihres Wassers. Ich erwähne es an dieser Stelle nur, weil die Waschmittelhersteller bei der Dosierung des Waschmittels auch auf den Härtegrad berücksichtigen.

  • Härtegrad des Wassers 

Wer regelmäßig selbst wäscht sollte sich mit dem Härtegrad des Wassers einmal befassen. Da sich Keime in der Waschmaschine bilden können, empfehle ich mindestens einmal im Monat einen 60° Waschgang mit Waschpulver (nicht flüssiges Waschmittel) durchführen, da hierdurch eventuelle Keime aus der Waschmaschine entfernt werden, die auch zum „Müffeln“ der Wäsche führen können oder ab und zu einen Hygienespüler verwenden (gibt es im Supermarkt und in Drogeriemärkten). Man merkt sehr schnell, dass sich Keime gebildet haben, wenn man die Waschmaschine öffnet und es unangenehm riecht.

Tipp: Nach dem Waschen das Bullauge und die Waschmittelschublade der Maschine nicht komplett schließen, sondern einen Spalt offen lassen, damit alles gut trocknen kann. Immer mal wieder sollte man die Waschmittelschublade und die Dichtungen am Bullauge sauber machen. Auch hier bilden sich Keime.

  • Weichspüler

Weichspüler ist eine Geschmackssache. Ich persönlich mag den Duft sehr. Er vermindert die elektrostatische Aufladung (gerade bei Synthetik), die Wäschestücke sind auch weniger zerknittert, wenn sie aus der Maschine kommen. Weichgespülte Wäsche trocknet schneller und lässt sich besser bügeln.

Achtung:  Nicht überdosieren, ansonsten kommt es auf der Wäsche zu einem Schmierfilm und über kurz oder lang „müffeln“ die Sachen mehr als sie gut riechen. Beim Einfüllen in die Dosierkammer darauf achten, dass kein Weichspüler mit dem Waschmittel vermischt wird.

Beim Weichspüler gilt: Weniger ist mehr!

  • Trocknen der Wäsche

Die Wäsche immer direkt nach dem Waschen aus der Maschine nehmen. Ansonsten können sich Keime bilden und die frisch gewaschene Wäsche beginnt unangenehm zu riechen.

Wer einen Wäschetrockner zur Verfügung hat, kann die meisten Sachen im Trockner trocknen. Um hier keine bösen Überraschungen zu erleben, immer im Pflegeetikett der Kleidungsstücke nachschauen, ob diese Trocknergeeignet sind.

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Handtücher und Bettwäsche kann man immer im Trockner trocknen. Das ist auch einfacher als die teilweise großen Teile umständlich zum Trocknen  aufzuhängen. Shirts werden weich und glatt im Trockner, so dass man sie gleich nach dem Trocknen in den Schrank legen oder hängen kann. BH’s und Slips oder Sachen mit Stretchanteil dürfen nicht in den Trockner. Wolle ebenfalls nicht.

Die Alternative ist das Aufhängen an der Wäscheleine. Wer hier darauf achtet, dass er seine Wäsche nach dem Waschen gut aufschlägt, in Form zieht und ordentlich aufhängt, hat nach dem Trocknen meist schon schöne glatte Sachen, die nicht gebügelt werden müssen.

Tipp: Die Wäsche nie in die pralle Sonne hängen. Bunte Kleidungsstücke im Freien auf links gezogen trocknen.

Foto: Yuriy Rudyy/shutterstock

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